Ein Buch, ist ein Buch, ist ein Buch … unsere Vorstellungen sind ganz genau, wenn es um ein Buch, bzw. um unser eigenes Buch geht. Der erste Gedanke ist immernoch: Ein Buch ist ein gedrucktes, umfangreiches Werk – ein Hardcover oder zumindest ein Taschenbuch. Bestimmt hast Du es schon nach diesem einen Satz genau vor Deinem geistigen Auge: Du hältst den Umschlag in Deinen Händen, blätterst durch die  vielen Seiten, spürst das Gewicht, den Geruch von edlem Papier und Druckertinte. Auf dem Buchcover blitzt ein edles Verlagslogo …

Ohne dass wir es merken wird der Berg, den wir uns auftürmen immer größer. Und eher wir uns versehen haben wir uns gedanklich den Mount Everest erschaffen. Und was passiert dann?
Wir schauen uns das gigantische Vorhaben an und BOOM, da ist er schon der Gedanke, der Showstopper Nummer 1:  Dafür habe ich keine Zeit!
Der Traum vom eigenen Buch zerplatzt noch fast im selben Moment – vielleicht zu ersten Mal, vielleicht aber auch zum dreiundachtzigsten Mal. Denn die Vorstellung von einem Buch, bzw. Dann auch vom eigenen Buch, ist so glasklar, so felsenfest, dass wir bei jedem neuen Anlauf wieder den  Mount Everest planen oder vielleicht auch mal den Kilimanjaro.

Aber, es ist doch so viel mehr möglich! Die Vielfalt an guten und wirkungsvollen Büchern ist deutlich größer. Angefangen bei eBooks, denen man auf den ersten Blick überhaupt keine Seitenzahl mehr ansieht, über gedruckte Bücher, die im Hosentaschenformat eine ganz besondere Edition sind bis hin zu speziellen Buchreihen, die bewusst und gewünscht die Lesedauer von 30 Minuten nicht überschreiten sollen.

Ja, all das sind Bücher!

Ich bin mir absolut sicher, dass es noch viele weitere Möglichkeiten gibt, sein Buch fernab vom Standard zu schreiben, zu veröffentlichen und erfolgreich zu vermarkten. Und das bedeutet nicht den Untergang des Buchs oder den Abfall an Qualität, nein ganz im Gegenteil. Es bedeutet
ein vielfältigeres Lesevergnügen und bietet vor allem im Bezug auf den Faktor Zeit viele Vorteile. Welche Errungenschaft, Bücher, die auf den Punkt kommen. Bisher gehst Du nur von Dir als Autor aus, der keine Zeit hat, sein Buch zu schreiben. Deine Leser haben ebenso wenig Zeit, Dein Buch zu lesen. 🙂

Warum können es nicht fünfzig Seiten sein – kurz und knapp, auf den Punkt gebracht, eine Idee, ein Aspekt?
Warum muss es durchgängiger Fließtext sein, ohne Absätze und freie Zeilen?
Wieso teilst Du Deine Buchinhalte nicht so auf, dass Du sie häppchenweise, Tag für Tag schreiben kannst?
Wieso nutzt Du nicht auch kurze Zeitfenster Deines Alltags zum Schreiben?

Keine Sorge, ich werde Dir jetzt nicht schmackhaft machen, dass Du morgens um vier aufstehst, um zu schreiben, bis das Leben erwacht. Auch wenn es bei mir selbst gerade erst einmal fünf Uhr ist und ich diese Zeilen schreibe. Aber ich bin aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen, ein Zufall, nichts Geplantes, aber dafür Genutztes! Regelmäßig könnte ich das nicht machen.