Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Dich und Dein Buchvorhaben. Während manche das Problem haben, dass sie zu viel Stoff haben und ihnen die Entscheidung schwer fällt, was sie weglassen sollen, haben andere das Gefühl, nicht genug für ein Buch zu haben. Falls Du zu denjenigen gehörst, die daran zweifeln, ob sie ein Buch füllen können, dann ist dieser Tipp ganz besonders für Dich.

Ich weiß, die Vorstellung an ein ganzes Buch kann abschrecken, vor allem wenn man überlegt, dass das alles entwickelt und geschrieben werden muss – Horror! Wer sowieso schon nicht genug Zeit hat, der lässt spätestens an diesem Punkt das ganze Vorhaben lieber wieder fallen oder legt es beiseite.

Aber warum muss denn immer alles neu und einzigartig sein?

Warum darf man einen Gedanken nicht vorher schon gedacht, gesagt oder gezeigt haben?

Ein Gedanke ist nicht weniger wert, nur weil er schon einmal gedacht oder ausgesprochen wurde. Klick um zu Tweeten

Gerade wenn Du ein Unternehmen hast und in irgendeiner Form Marketing machst und Dich zeigst und Deine Leistungen anbietest, dann hast Du mit absoluter Sicherheit schon einiges und viel mehr brauchbares Material als Du denkst! Leider sieht man es oft selbst nicht oder man denkt, das war ja nur eine Kurzvorstellung, ein Impusvortrag oder eine grobe Ideenskizze – das eignet sich doch nicht für mein Buch?!

Aber wieso nicht?

Alles was Du bereits konzipiert, geschrieben, zusammengestellt hast ist Material, das Du für Dein Buch verwenden kannst.
Das alles ist bereits strukturiert, erarbeitet, erdacht und da.

Mache Dir eine Liste und schreibe alles auf, was Du bereits hast – Präsentationen, Blogartikel, Webinare, Arbeitsblätter, Notizen … alles. Überlege im ersten Schritt nicht, ob es für Dein Buch relevant ist. Liste alles auf was Du hast und dann überlege Dir, wie Du diese Inhalte wiederverwenden kannst.

Oft ist es eine etwas andere Form oder eine andere Perspektive aus der Du das Buch schreibst. Die Inhalte können aber viele Formen annehmen und glaube mir, sie werden dadurch nicht schlechter und Du nervst Deine Leser und Kunden nicht damit. Ganz im Gegenteil, Leser freuen sich darüber, wenn sie etwas wiederfinden, was sie schon einmal von Dir gehört haben.

Es macht Dich glaubhaft, denn es gehört zu Deiner Aussage!

Ich selbst hatte das Erlebnis erst vor wenigen Tagen als ich eine Message Break Through Session mit einer Frau hatte. Es ging darum, dass es wichtig ist, dass man schreibt, um sich einzugrooven, bevor man das Buchprojekt startet. Ich sagte ihr: Das ist wie bei einer Opernsängerin. Sie muss ihre Stimme auch trainieren, bevor sie auf die Bühne geht und die Frau unterbrach mich und vervollständigte meinen Satz. „Ja, daran erinnere ich mich, darüber hast Du schon einmal geschrieben.“

Natürlich baut man sich über das Schreiben auch selbst einen Schatz an Beispielen und Bezügen auf. Und so sehr es einem selbst hilft, in der eigenen Sprache sicherer zu werden, so gut ist es, diese Bezüge auch seinen Lesern zu ermöglichen. Es ist doch ein gutes Gefühl, wenn nicht immer alles komplett neu ist. Es tut gut, wenn man merkt, dass man bereits etwas kennt oder verstanden hat!

Ich weiß, wir selbst können unsere eigenen Worte irgendwann nicht mehr hören, weil wir sie so oft sagen und uns selbst hören. Aber gehe hier wirklich nicht von Dir aus, sondern von Deinen Lesern. Die Mehrzahl wird es zum ersten Mal hören und wie gesagt, diejenigen, die es schon einmal gehört haben, die erkennen Dich in Deinen Worten wieder. Und es ist ein gutes Gefühl zu spüren, dass man die Person bereits kennt.

Recycling ist toll, vor allem, wenn man Zeit sparen möchte. Zum einen nutzt man Inhalte, die man sich schon erarbeitet hat, in die man Zeit investiert hat und zum anderen schafft man die wichtigen Verbindungen für seine Leser.

Schaue also immer auf das, was Du schon hast, bevor Du Neues planst!

Schaue also immer auf das, was Du schon hast, bevor Du Neues planst! Klick um zu Tweeten