Wer kennt ihn nicht, den inneren Kritier, den Perfektionisten in uns? Genau diese Stimme, die Dich zweifeln lässt, ob das alles überhaupt gut genug ist. Ich werde jetzt nicht alles aufzählen, was mir meine Stimme dazu schon gesagt hat, aber glaube mir, die Kreativität und Vielfalt meines inneren Kritikers ist groß und Deines wahrscheinlich auch.

Das gute an ihm oder ihr ist, dass er oder sie Dich beschützen wollen. Neue und gewagte Dinge können gefährlich sein. Ein eigenes Buch? Aber hallo, was da alles passieren kann! Kritik oder Misserfolg tun weh und genau vor diesen Verletzungen will uns unser Perfektionismus beschützen. So nett das einerseits ist bringt es uns aber andererseits keinerlei Fortschritt.

Denn genauso heißt es auch, wer nichts wagt, der nicht gewinnt, oder? Wer sich nichts traut, weil es nicht perfekt ist oder weil er Angst hat, das es nicht perfekt sein könnte, der wird morgen, nächste Woche, in einem Jahr und vielleicht sogar am Ende seiner Tage an dem Punkt stehen, an dem er heute steht. Perfektionismus bremst um nicht zu sagen ist das schlimmste Hindernis – für Dein ganzes Leben und natürlich auch für Dein Buch!

Ich weiß, Du bist mit Herzblut dabei und willst wirklich nur das aller beste für Dich. Klar es geht um Deinen Traum und der ist perfekt! Aber Du wirst ihn nur erreichen, wenn Du weitermachst und Dich nicht ausbremsen lässt von Deinem inneren Krikiter und Perfektionspolizisten!

Ein Buch bietet Dir wahrscheinlich mehrere tausend Möglichkeiten, um innezuhalten und um die Frage zu stellen, ob es gut genug ist. Das fängt beim Titel an, geht beim Untertitel weiter. Schlage Dein Inhaltsverzeichnis auf – ist das wirklich die Struktur, die sinnvoll ist? Zeigst Du alles, was Dir wichtig ist? Stimmt die Reihenfolge? Treffen die Überschriften den Punkt? Kommt die Stimmung auf, die Du möchtest? Ist diese Frage die richtige, um mit dem Kapitel zu starten? Ist dieser Vergleich gut genug oder gibt es einen besseren? Was ist mit dieser Fomulierung? …

Die Liste ist unendlich!

Um mit Deinem Buch glücklich zu werden, um voran zu kommen und um ein Ergebnis in den Händen halten zu können musst Du Dir selbst diese Regel zu Deiner machen. Schreibe sie Dir auf ein Blatt Papier, hänge es auf, schreibe es in Dein Notizbuch, sage es Dir jedesmal, wenn Du an Dein Buch denkst oder daran arbeitest: Fortschritt ist wichtiger als Perfektionmismus!

Fortschritt ist wichtiger als Perfektionismus! Klick um zu Tweeten

Wenn Du nicht weiterschreibst, weil Dir der erste Satz nicht einfällt, dann fange mit dem zweiten oder dritten an. Der erste wird kommen, aber nur wenn Du weitermachst. Wenn Dir zu zwei Argumente einfallen anstatt den geplanten drei oder vier, dann belass es dabei. Mach weiter! Wenn Dir einfach kein schönes Wort einfallen will und Du die Wiederholungen in Deinem Text selbst nicht mehr hören kannst, egal, schreib das Wort, das Du im Kopf hast und mach weiter. Den Text ändern und verbesser kannst Du immernoch.

Gerade wenn Dir die Zeit knapp ist, dann gilt diese Regel gleich doppelt so sehr. Halte Dich nicht auf. Nutze die wenige Schreibzeit, die Du hast und das mit Vollgas. Geh weiter, mach voran, zweifel nicht, halte Dich nicht auf – Fortschritt ist wichtiger als Perfektionismus!