Hörst Du gerne Musik während Du schreibst?

Ich weiß, das ist ein Punkt, an dem sich die Autorengeister scheiden, der eine liebt Musik und Leben um sich, der andere braucht absolute Ruhe. Auch wenn Du zur zweiten Gruppe gehörst solltest Du weiterlesen. Mir geht es nämlich eigentlich genauso. Ich will Ruhe haben, wenn ich schreibe! Trotzdem nutze ich inzwischen sehr erfolgreich meine eigene Schreibmusik!

Wie gesagt, ich selbst kann nicht gut zu Musik schreiben – wenn sie zu mitreißend, zu abwechslungsreich, zu laut und zu neu für mich ist. Dann bin ich mit meinen Gedanken bei der Musik, meine Aufmerksamkeit ist weg von meinem Papier. Ich frage mich, gefällt Dir das Lied? Und wenn die Musik zu viel Sambarhythmus hat, dann beginnt mein Körper damit, sich mitzubewegen und meine Füße rufen “TANZEN”. Das hilft recht wenig, wenn man schreiben will.

Aber ich habe für mich eine sehr effektive Art von Schreibmusik entdeckt. Sie bringt mich bestens in den Schreibgroove! In meinem Fall und für dieses Buch und derzeitige Bloagartikel ist es Klassik oder Easy Listening – wenn möglich mit wenig Gesang und wie gesagt, nicht zu viel Rhythmus.

Als ich letzte Woche wieder mit Musik geschrieben habe kam mein Mann ins Zimmer und fragte mich: “Violinkonzerte? Schreibst Du gerade an Deinem Buch?” Ja! Ich selbst habe das eher unbewusst gemacht, aber es sind genau diese acht oder zehn Klassikstücke, die zu meiner derzeitigen Schreibmusik geworden sind. Allein wenn ich die MP3s anklicke, dann weiß ich bereits wie der erste Ton klingt. DIIIMMM und das ist für mich der Auftakt des Schreibens. Es ist wie eine Art Startschuss. Jetzt wird geschrieben! Ich kenne den Ablauf auswendig, ich bekomme durch die Musik ein Gefühl für Zeit und für Textlängen.

Diese Musik stimmt mich nicht nur blitzschnell ein, sie begleitet mich und bringt mich zügig und zuverlässig in meinen Schreibflow! Ich glaube nicht, dass es für die Schreibmusik allgemein gültige Regeln gibt. Dem einen hilft Klassik, dem anderen stellen sich dabei die Nackenhaare auf. Probiere es aus. Vielleicht brauchst Du gerade mehr Geschwindigkeit in der Musik, um auf Deine Schreibgeschwindigkeit zu kommen? Vielleicht tut Dir ruhige Klänge gut? Vielleicht blühst Du auf, wenn eine tolle Stimme in den höchsten Tönen trellert?

Teste es und vor allem mehrmals. Probiere es aus, ob mehrere Lieder zu Deinem Buchsoundrack werden können, die Dich ebenfalls in Stimmung bringen und Dir dabei helfen, die Finger über die Tasten fliegen zu lassen.